Was ist die Pensionsakte?
Mit der Pensionsakte behalten Sie Ihre Dienstzeiten, Versorgungsauskünfte und persönliche Ruhestandsplanung im Überblick. Sie können berufliche Zeiträume dokumentieren, vorhandene Pensionswerte erfassen, offene Fragen sammeln und verschiedene Ruhestandsbudgets gegenüberstellen.
Das Tool unterstützt Sie dabei, Ihre Unterlagen zu ordnen und sich auf ein Gespräch mit Ihrer zuständigen Versorgungsstelle vorzubereiten. Statt Informationen auf verschiedene Tabellen, Notizen und Dokumente zu verteilen, führen Sie diese in einer persönlichen Akte zusammen.
Sie benötigen dafür kein Benutzerkonto. Ihre Planung lässt sich als Projektdatei auf Ihrem Gerät speichern und später wieder öffnen.
Wichtig: Die Pensionsakte erstellt keine verbindliche Versorgungsauskunft. Sie entscheidet nicht darüber, welche Zeiten anerkannt werden, und ersetzt keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Versorgungsberatung.
So verwenden Sie die Pensionsakte
1. Eine neue Akte anlegen
Wählen Sie „Neue Pensionsakte“ und vergeben Sie einen Projektnamen, beispielsweise „Meine Ruhestandsplanung“. Ergänzen Sie anschließend die für Ihre Planung benötigten Angaben, etwa Ihren Dienstherrn, Ihre Besoldungsgruppe und den gewünschten Ruhestandsbeginn.
Persönliche Angaben sollten Sie nur eintragen, soweit sie für Ihre Planung erforderlich sind. Ein Kürzel kann anstelle Ihres vollständigen Namens verwendet werden.
2. Dienstzeiten erfassen
Tragen Sie Ihre beruflichen Zeiträume mit Beginn und Ende ein. Unterschiedliche Beschäftigungsumfänge werden als getrennte Abschnitte erfasst.
Haben Sie beispielsweise zunächst in Vollzeit und später in Teilzeit gearbeitet, legen Sie dafür jeweils einen eigenen Zeitraum an. Auch frühere Beschäftigungen, Beurlaubungen oder andere möglicherweise relevante Abschnitte können Sie dokumentieren.
Unterscheiden Sie dabei zwischen gesicherten Angaben und eigenen Annahmen. Wenn Sie nicht wissen, ob oder in welchem Umfang ein Zeitraum berücksichtigt wird, kennzeichnen Sie ihn als ungeklärt und notieren Sie Ihre Frage.
Die Auswahl einer Zeitraumart bedeutet noch nicht, dass dieser Abschnitt rechtlich als ruhegehaltfähige Dienstzeit anerkannt ist.
3. Versorgungsauskünfte hinzufügen
Übernehmen Sie die Werte aus einer vorhandenen Versorgungsauskunft: beispielsweise das Auskunftsdatum, den zugrunde gelegten Ruhestandsbeginn, den Ruhegehaltssatz und das ausgewiesene monatliche Ruhegehalt.
Sie können mehrere Auskünfte dokumentieren. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Werte Ihnen zu welchem Zeitpunkt mitgeteilt wurden.
Achten Sie darauf, Beträge und Abschläge so zu übernehmen, wie sie in der Auskunft ausgewiesen sind. Bereits berücksichtigte Abschläge dürfen nicht ein zweites Mal abgezogen werden. Nicht bekannte Angaben lassen Sie offen.
4. Ruhestandsplanungen vergleichen
Legen Sie verschiedene persönliche Planungen an, beispielsweise einen gewünschten Ruhestandsbeginn und eine alternative Planung zu einem späteren Termin.
Ordnen Sie jeder Variante passende Pensionswerte und ein Budget zu. Kennzeichnen Sie, ob ein Betrag aus einer Versorgungsauskunft stammt oder eine eigene Annahme ist.
Ein anderer Ruhestandsbeginn oder eine geplante Teilzeitphase führt nicht automatisch zu einer neu berechneten Pension. Prüfen Sie deshalb, ob die verwendeten Werte tatsächlich zur jeweiligen Variante passen.
5. Das Ruhestandsbudget erstellen
Erfassen Sie Ihre erwarteten Einnahmen und Ausgaben. Dazu gehören beispielsweise Wohnen, Lebensmittel, Mobilität, Kranken- und Pflegeversicherung, Freizeit und Rücklagen.
Das Tool stellt diese Angaben gegenüber und zeigt den geplanten monatlichen Restbetrag. Das Ergebnis ist eine persönliche Budgetplanung – keine verbindliche Berechnung Ihrer Nettopension.
Verwenden Sie möglichst einheitliche Annahmen und berücksichtigen Sie jede Ausgabe nur einmal.
6. Offene Fragen und Nachweise sammeln
Halten Sie fest, welche Angaben noch geklärt werden müssen und welche Unterlagen vorhanden sind oder fehlen.
Eine Frage könnte lauten:
„Ist meine frühere Beschäftigung in der aktuellen Versorgungsauskunft berücksichtigt?“
Ordnen Sie die Frage dem betreffenden Zeitraum oder der Auskunft zu. Nach einer Rückmeldung können Sie die Antwort dokumentieren und den Punkt als erledigt markieren.
Speichern und später weiterarbeiten
Die Pensionsakte wird nicht automatisch als Benutzerkonto auf der Website geführt. Speichern Sie Ihre Arbeit deshalb regelmäßig über „Akte als Datei speichern“.
Die Projektdatei enthält Ihre eingegebenen Daten und gegebenenfalls die hinzugefügten Dokumente. Legen Sie sie an einem Ort ab, an dem Sie sie später wiederfinden.
Zum Fortsetzen gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie die Pensionsakte auf dieser Website.
- Wählen Sie „Gespeicherte Akte öffnen“.
- Wählen Sie Ihre Projektdatei auf dem Gerät aus.
- Geben Sie bei einer geschützten Datei das Passwort ein.
- Prüfen Sie die angezeigte Projektübersicht und setzen Sie die Bearbeitung fort.
Ein neuer Download ersetzt eine ältere Datei nicht zwangsläufig. Achten Sie deshalb darauf, welche Datei Ihren aktuellen Bearbeitungsstand enthält.
Achtung: Nicht gespeicherte Änderungen können beim Schließen oder Neuladen der Seite verloren gehen. Eine optionale Wiederherstellung im Browser ist kein Ersatz für eine eigene Sicherungsdatei.
Wenn Sie Passwortschutz verwenden, bewahren Sie das Passwort sicher auf. Ein vergessenes Passwort kann nicht durch den Websitebetreiber zurückgesetzt werden.
Beispiel und wichtige Grenzen
Angenommen, Sie haben mehrere Vollzeit- und Teilzeitabschnitte sowie eine Versorgungsauskunft. Sie möchten wissen, wie Ihr persönliches Budget im Ruhestand aussehen könnte.
Sie erfassen Ihre Zeiträume, übernehmen die mitgeteilten Pensionswerte und ergänzen Ihre erwarteten Ausgaben. Anschließend erstellen Sie eine zweite Variante mit anderen Budgetannahmen. Eine ungeklärte Dienstzeit hinterlegen Sie als offene Frage.
So entsteht eine nachvollziehbare Übersicht Ihrer Unterlagen und Annahmen. Die Pensionsakte bestätigt jedoch weder die Anerkennung des ungeklärten Zeitraums noch einen daraus abgeleiteten höheren Pensionsanspruch.
Beachten Sie insbesondere:
- Unterschiedliche Auskünfte können auf verschiedenen Terminen und Annahmen beruhen.
- Ein Unterschied zwischen zwei Beträgen ist nicht automatisch ein Fehler.
- Eine selbst angenommene Pension bleibt eine Annahme.
- Der monatliche Restbetrag hängt von Ihren eingegebenen Einnahmen und Ausgaben ab.
- Ob bestimmte Zeiträume oder Beträge rechtlich zutreffen, muss gegebenenfalls die zuständige Stelle klären.
Häufige Fragen
Ist die Pensionsakte ein Pensionsrechner?
Nicht im Sinne einer verbindlichen Anspruchsberechnung. Sie organisiert Dienstzeiten, Versorgungsauskünfte und Planungsannahmen und unterstützt den persönlichen Budgetvergleich.
Kann ich ohne Versorgungsauskunft beginnen?
Ja. Sie können zunächst Zeiträume, Unterlagen und offene Fragen erfassen. Ein fehlender Pensionsbetrag bleibt unbekannt und sollte nicht als null interpretiert werden.
Was ist der Unterschied zwischen Projektdatei und PDF?
Die Projektdatei dient zum Speichern und Weiterbearbeiten. Ein PDF ist eine lesbare Übersicht für Ihre Unterlagen oder ein Gespräch. Es ersetzt die Projektdatei nicht.
Kann ich die Akte auf einem anderen Gerät öffnen?
Ja, indem Sie die gespeicherte Projektdatei auf das andere Gerät übertragen und dort im Tool öffnen. Eine automatische Synchronisierung findet dadurch nicht statt.
Was sollte ich beim Datenschutz beachten?
Die Anwendung ist für die lokale Verarbeitung Ihrer Akte im Browser ausgelegt. Projektdateien können persönliche und finanzielle Angaben enthalten. Bewahren Sie diese geschützt auf und geben Sie sie nur bewusst weiter.
Die Website enthält außerdem Google-AdSense-Anzeigen und Consent-Dienste. Deren Datenverarbeitung ist von der Verarbeitung Ihrer Pensionsakte zu unterscheiden und wird in den Datenschutzhinweisen beschrieben.