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Zoll-Einstellungstest

Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks.

Der Zoll ist eine Bundesbehörde unter der Generalzolldirektion – damit gilt ein einheitliches Auswahlverfahren für ganz Deutschland, ohne die regionalen Unterschiede wie bei den Landespolizeien. Hier erfährst du alles über Ablauf, Inhalte, Laufbahnen und die beste Vorbereitung.

Laufbahnen: mittlerer & gehobener Dienst

Mittlerer Dienst (Zollsekretär)

Ausbildung
2-jährige Ausbildung
Einstieg
A7 (Zollsekretär)
Aufstieg
A8 (Zollobersekretär) → A9m (Endamt)
Anwärtergeld
ca. 1.473 € brutto
Einstiegsgehalt
ca. 3.040 € brutto (A7, Stufe 1)

Gehobener Dienst (Zollinspektor)

Ausbildung
3-jähriges duales Studium
Einstieg
A9g
Aufstieg
A10, A11, A12, A13
Anwärtergeld
ca. 1.744 € brutto
Einstiegsgehalt
A9g bis A11 je nach Stufe

Besoldung nach Bundesbesoldungsordnung (BBesO). Anwärterbezüge Stand 2026, ohne Zulagen.

Das Auswahlverfahren in 4 Bausteinen

1

Schriftliches Auswahlverfahren

Kern des Verfahrens: Sprachverständnis (Rechtschreibung, Grammatik, Textanalyse), Mathematik & Logik, Arbeitsprobe und Allgemeinwissen (Wissenstest). Dauer bis zu 3,5 h (mittlerer Dienst) bzw. bis zu 4 h (gehobener Dienst). Kein separates Diktat – Rechtschreibkenntnisse werden durch Fehlertexte und die Arbeitsprobe geprüft. Im gehobenen Dienst kommen vertiefte wirtschaftliche und rechtliche Fragen sowie komplexere Fallstudien hinzu.

2

Mündliche Runde

Nach dem schriftlichen Auswahlverfahren folgt die mündliche Runde mit Gruppenübung, Rollenspiel und einem persönlichen Interview. Im gehobenen Dienst kommt zusätzlich ein Kurzvortrag zur Erläuterung eines Sachverhalts hinzu. Bewertet werden Kommunikation, Motivation, Konfliktverhalten und die persönliche Eignung für den Zolldienst.

3

Deutsches Sportabzeichen (Bewerbungsvoraussetzung)

Beim Zoll gibt es keinen eigenständigen Sporttest im Auswahlverfahren. Für den mittleren Dienst ist das Deutsche Sportabzeichen (mindestens Bronze, nicht älter als 12 Monate) eine Pflichtvoraussetzung für die Bewerbung – es muss spätestens bis zum 15. Juni des Einstellungsjahrs vorgelegt werden. Für den regulären gehobenen Dienst ist das Sportabzeichen nicht erforderlich (Ausnahme: gehobener Dienst Wasserzoll).

4

Ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung

Prüfung der Polizeidiensttauglichkeit durch den ärztlichen Dienst: Seh- und Hörvermögen, Herz-Kreislauf-System, Bewegungsapparat. Bestimmte Vorerkrankungen können zur Dienstuntauglichkeit führen.

Inhalte des schriftlichen Auswahlverfahrens

Testbereich
Laufbahn
Beschreibung
Sprachverständnis & Grammatik
Beide
Fehlertexte, Grammatik- und Zeichensetzungsaufgaben, Anwenden von Rechtsvorschriften. Kein separates Diktat mehr.
Textverständnis & Stellungnahme
Beide
Texte lesen, Kernaussagen erfassen, schriftliche Stellungnahme verfassen.
Arbeitsprobe
Beide
Praktische Schreibaufgabe, z. B. Zusammenfassung oder Auswertung eines Sachverhalts – offizieller Bestandteil des schriftlichen Tests.
Mathematik & Zahlenverständnis
Beide
Grundrechenarten, Dreisatz, Prozent- und Zinsrechnung. Taschenrechner ist für beide Laufbahnen erlaubt.
Logisches Denken
Beide
Zahlenreihen, Zuordnungen, einfache Diagramme – strukturiertes und analytisches Denken.
Allgemeinwissen
Beide
Politik, Geschichte, Gesellschaft, Wirtschaft, Geografie, rechtliche Grundlagen des Staatsaufbaus.
Wirtschafts- & Rechtswissen
Geh. Dienst
Vertiefte Fragen zu Außenhandel, Steuerrecht, Wirtschaftsstrukturen und Rechtsgrundlagen.
Komplexe Fallstudien
Geh. Dienst
Analyse von Texten und Sachverhalten, schriftliche Auswertung – stärker akademisch geprägt.

„Beide“ = mittlerer und gehobener Dienst. Im gehobenen Dienst sind alle Bereiche anspruchsvoller und zeitintensiver.

Zoll vs. Polizei: Die wichtigsten Unterschiede

  • Bundesweit einheitlich: Ein Verfahren für ganz Deutschland – keine 16 verschiedenen Regeln wie bei der Polizei.
  • Wirtschafts-/Rechtsfokus: Weniger polizeibezogenes Wissen, dafür mehr Fragen zu Wirtschaft, Außenhandel und Rechtsgrundlagen.
  • Kein Sporttest im Auswahlverfahren: Für den mittleren Dienst gilt das Deutsche Sportabzeichen (min. Bronze) als Pflichtvoraussetzung bei der Bewerbung – kein separater Lauf- oder Hindernissporttest.
  • Bundesbesoldung: Einheitliche Vergütung nach BBesO – keine Unterschiede zwischen Bundesländern wie bei der Landespolizei.
  • Zwei Laufbahnen: Mittlerer Dienst (Ausbildung) und gehobener Dienst (duales Studium) mit eigenem, abgestuftem Test.

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Häufige Fragen

Ist der Zoll-Einstellungstest bundesweit einheitlich?
Ja. Als Bundesbehörde gilt für den Zoll ein einziges Auswahlverfahren für ganz Deutschland – ohne die regionalen Variationen der Landespolizeien.
Was unterscheidet mittleren und gehobenen Dienst beim Test?
Der gehobene Dienst hat ein längeres schriftliches Auswahlverfahren (ca. 4 h), vertiefte Wirtschafts- und Rechtsfragen sowie komplexere Textanalysen. Beide Laufbahnen teilen die gleichen Grundbereiche, aber das Niveau ist im gehobenen Dienst deutlich höher.
Muss ich beim Zoll einen Sporttest absolvieren?
Nein – beim Zoll gibt es keinen eigenen Sporttest im Auswahlverfahren. Für den mittleren Dienst ist das Deutsche Sportabzeichen (mindestens Bronze, nicht älter als 12 Monate) eine Pflichtvoraussetzung für die Bewerbung und muss spätestens bis zum 15. Juni des Einstellungsjahrs vorgelegt werden. Für den regulären gehobenen Dienst ist kein Sportabzeichen erforderlich.
Was verdiene ich beim Zoll?
Besoldung nach BBesO: mittlerer Dienst startet mit Anwärtergeld ca. 1.473 € brutto; nach der Ausbildung Einstieg als Zollsekretär (A7, ca. 3.040 € brutto), Aufstieg über A8 bis A9m. Geh. Dienst: Anwärtergeld ca. 1.744 € brutto, Einstieg A9g mit Aufstieg bis A13.
Wie bereite ich mich am besten vor?
Alle Bereiche des schriftlichen Auswahlverfahrens mit originalnahen Aufgaben üben (inkl. Arbeitsprobe). Für den gehobenen Dienst zusätzlich Wirtschafts- und Rechtsbasiswissen vertiefen und den Kurzvortrag üben. Das Deutsche Sportabzeichen (mittlerer Dienst) frühzeitig ablegen – Deadline ist der 15. Juni des Einstellungsjahrs.

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