Lehrergehalt 2026 – Besoldung, Bundesländer & Schularten
Lehrerinnen und Lehrer gehören zur größten Beamtengruppe in Deutschland. Doch wie viel Gehalt sie tatsächlich erhalten, hängt stark von Schulart, Bundesland und Dienstalter ab. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Faktoren.
Ihr persönliches Lehrergehalt berechnen
Wählen Sie Ihre Besoldungsgruppe, Stufe und Bundesland für eine exakte Netto-Berechnung.
Besoldungsgruppen für Lehrer nach Schulart
Die Eingruppierung von Lehrern in die A-Besoldung hängt von zwei Faktoren ab: der Schulart und dem Hochschulabschluss. Grundsätzlich gilt: Je höher die Schulstufe, desto höher die Besoldungsgruppe.
| Schulart | Besoldung (Einstieg) | Besoldung (max.) |
|---|---|---|
| Grundschule | A 12 | A 13 (Beförderung) |
| Hauptschule / Mittelschule | A 12 | A 13 |
| Realschule / Gesamtschule | A 13 | A 13 |
| Gymnasium | A 13 | A 15 (Studienrat/OStR) |
| Berufliche Schule (BS) | A 13 | A 15 |
| Sonderpädagogik | A 12 | A 14 |
| Schulleitung (Konrektor) | A 14 | A 14 |
| Schulleitung (Rektor/Direktor) | A 15 | A 16 |
Bundesländervergleich: Wo verdienen Lehrer am meisten?
Da Bildung Ländersache ist, legen die 16 Bundesländer ihre Besoldungstabellen eigenständig fest. Die Unterschiede können erheblich sein: Ein Gymnasiallehrer in Bayern (A 13, Stufe 6) verdient bis zu 300 € monatlich mehr brutto als sein Kollege in manchen ostdeutschen Bundesländern.
Die folgenden Bundesländer führen traditionell die Besoldungstabellen an:
- ▲Bayern – hohe Grundbesoldung, großzügige Familienzuschläge
- ▲Hamburg – Stadtstaatbonus, hohe Lebenshaltungskosten werden ausgeglichen
- ▲Baden-Württemberg – regelmäßige Anpassungen, starke Wirtschaft
- →NRW, Hessen, Niedersachsen – Mittelfeld, solide Besoldung
- ▼Sachsen-Anhalt, Thüringen – niedrigere Grundbesoldung, aber geringere Lebenshaltungskosten
Verbeamtet vs. angestellt: Ein wichtiger Unterschied
Nicht alle Lehrer in Deutschland sind Beamte. Wer als Tarifangestellter nach TV-L eingestellt wird, zahlt volle Sozialversicherungsbeiträge (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung). Das Netto-Gehalt liegt dadurch bei gleichem Brutto um ca. 15–20 % niedriger als beim verbeamteten Kollegen.
Tipp: Verbeamtung anstreben
Wenn Sie die Wahl haben, lohnt sich die Verbeamtung fast immer finanziell: keine Sozialabgaben, Beihilfe zur Krankenversicherung statt GKV, höhere Altersversorgung durch Pension. Nutzen Sie unseren Beamter-vs.-Angestellter-Vergleich.
Erfahrungsstufen: Gehaltserhöhung mit Dienstjahren
Beamte durchlaufen automatisch die Erfahrungsstufen 1–8. Die ersten Stufen werden relativ schnell erreicht (nach 1–2 Jahren), spätere Stufen erst nach mehreren Jahren. Mit jeder Stufe steigt das Grundgehalt um einige hundert Euro im Monat. In NRW z. B. beginnen Lehrer der Laufbahn A 13 erst ab Stufe 5 (frühere Stufen gelten als absolviert).
Häufige Fragen
Werden Lehrer in allen Bundesländern verbeamtet?▼
Nein. Historisch hat Berlin lange keine Lehrer verbeamtet (erst ab 2023 schrittweise wieder). Brandenburg hat die Verbeamtung ebenfalls eingeschränkt, kehrt aber zurück. Die meisten anderen Bundesländer verbeamten regulär nach bestandener Probezeit.
Gibt es Zulagen für Lehrer?▼
Ja: Familienzuschlag für Verheiratete und Kinder, Leistungszulagen/-prämien (je nach Bundesland), MINT-Zulagen (in einzelnen Ländern für Mangelfächer wie Mathe oder Physik). Diese Zulagen werden im Rechner berücksichtigt (Familienzuschlag) bzw. müssen manuell ergänzt werden.
Was verdient ein Schulleiter?▼
Schulleiter werden i.d.R. nach A 14 bis A 16 besoldet, abhängig von der Schulgröße und -art. Ein Rektor einer kleinen Grundschule (A 14) verdient ca. 3.200–3.700 € netto (Steuerklasse I). Der Direktor eines großen Gymnasiums (A 16) kann auf 4.000–4.600 € netto kommen.